Die westlichen Kordilleren, natürliche Grenze zwischen Chile und Bolivien, stellen hauptsächlich die Trennlinie zwischen der trockenen und trostlosen Landschaft zum pazifischen Berghang hin und der weitreichend, relativ bevölkerten Landschaft des Altiplanos dar. Von der Höhe ihrer Vulkane konnten die Inkas effizient ein großes Territorium kontrollieren während sie zur gleichen Zeit mit ihren geheiligten Ritualen in den Kratern weitermachten, die oftmals perfekt konisch und auch erreichbar sind, wie z.B. der Parinacota. Für den Andinisten ist es ein Vergnügen, in einem Krater, der hochherrschaftlich mit sekulären Traditionen angereichert ist und die Belohnung für all die Bemühungen ist, hochzulaufen und ein Panorama erster Klasse darstellt: das bolivianische Altiplano auf der einen Seite und auf der anderen Seite der unendliche Abstieg bis zu den chilenischen Stränden des Pazifiks.
Der Sajama-Nationalpark und Lauca-Nationalpark, welche die Vorhöfe der
Kordilleren darstellen, sind eine der verkannten Wunder des Altiplanos.
Die Region beherbergt, außer ihrer majestätischen Vulkane, auch zahlreiche
Tierarten. In dem Königreich der Alpakas und der Viscachas (Hasen mit
langen Haaren und Schwänzen) kann man auch Vikuñaherden und vereinzelt
Kondore sehen. Eine Anekdote erzählt, dass man auf den Flanken des Vulkans
Sajama den Kenua Strauch findet, der auf einer Höhe von über 4100 der
höchstwachsende Strauch der Welt ist.
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