Das Ende der Welt. Das heruntergekommene Schild, auf das man mit ungeschickter Hand „Chile“ geschrieben hat, holt uns in die Realität zurück. Dieser Ort ist nichts anderes als die südliche Grenze Boliviens, den wir nach Tagen über unbefestigte Straßen in einer kargen Landschaft erwartet haben. Nur die Vulkane, die seit Millionen von Jahren aktiv sind, stören die Ruhe dieser Welt der Mineralien. Wir befinden uns an der grünen Lagune, mehr als 4000 Meter hoch, im Süden von Lipez und mehrere Tage von dem letzten bolivianischen Dorf entfernt. Aber bevor man diesen speziellen Ort erreicht, muss man das Altiplano von Norden nach Süden durchqueren und zieht an ganz Bolivien vorbei bis nach Uyuni, das Dorf „far west“, das aus dem Nichts auftaucht und Eingangsportal zum wunderbaren Lipez darstellt. Der Salzsee von Uyuni, der eine immense Oberfläche aufweist, die so hart ist wie Stein und aus der einige bevölkerten Inseln mit gigantischen Kakteen herausragen, beweist, dass sogar hier dem Leben nicht entsagt wird.
Weiter im Süden dringen wir dann wirklich in die Wüste von Lipez ein, wo die multikolorierten Lagunen unsere Weiterfahrt bis an die chilenische Grenze markieren. In der Umgebung dieser Lebensheloten findet man die wahren Besitzer der Region: Flamingos, die uns von Oben anschauen, mit ihren Füßen im eiskalten Wasser …
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