Die Region der Yungas in Bolivien stellt eine Art Paradies auf Erden dar, von wo man immer mit Bedauern abreist. Nach und nach, wenn man vom Altiplano hinunterfährt in Richtung Yungas, macht die mineralische Landschaft Platz für eine viel farbenreichere Flora, neue Gerüche und Wasserfälle, die fast vom Himmel fallen. Weiter unten verdichtet sich die Vegetation noch einmal bis sie die Charakteristika von Primärwald annimmt. Der Boden dieser Täler ist sehr fruchtbar und generös. Man kultiviert dort große Mengen an Früchten und Gemüse, welche die Dörfer des Altiplanos ernähren. Melonen, Mangos, Papayas, Bananen und Kaffee drängen im Überfluss in die Umwelt der Affen und Papageien ein. Und natürlich auch die Kokapflanze, denn ihre Kultivierung ist hier eine Tradition. Im Herzen der Täler begrüßen die herrlichen Dörfer Coroico und Chulumani ihre Reisenden mit ihrer verschlafenen Sanftheit.
Die Marktflecken zwischen den bescheidenen Kolonialgebäuden verlieren sich zwischen den Obstbäumen und wohlriechenden Jasminsträuchern und stellen einen idealen Ruhefleck in der idyllischen Kulisse dar, wo Mücken praktisch abwesend sind.
Die Yungas bieten zahlreiche Möglichkeiten: Entdeckungstouren mit einem Vierradantrieb, Fußmärsche, ungewöhnliche Mountainbike-Touren, Flußrafting oder ganz einfach „Dolcefarniente“ – erholsames Nichtstun auf gehobenem Niveau.
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